Die Mächtigen

 

Einer gelbgrünen Explosion gleich, geht die Sonne hinter den ungezählten Schornsteinen der gigantischen Fabriken auf, die die Stadt mit einem ätzenden Gürtel aus Abgasen umgeben. Aus den Schloten quillt dichter grüner Qualm. Ein stetiger heißer Wind treibt ihn heute in eine andere Richtung, nicht, wie sonst üblich in die Arbeitersiedlung.

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Mjila, eine junge Frau, wächst in einem unmenschlichen System auf. Eine Handvoll Konzerne regieren die Welt, unterdrücken die Menschen in den Polizeistaaten, die sie etabliert haben. Rücksichtslos verschmutzen sie die Erde, verseuchen die Meere, überwachen die Menschen lückenlos.
Eines Tages nimmt ihr Großvater sie zur Seite und erzählt Mjila von einer uralten Prophezeiung. Ausgerechnet sie soll als Liberté die Menschheit in die Freiheit führen.
Doch erst, als bei einem der alltäglichen Terroranschlägen ihr Freund ums Leben kommt, stellt sich Liberté dieser Aufgabe.

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Falls jetzt jemand spontan an Konzerne wie zum Beispiel Nestlé, Monsanto und Danone denkt, genau denen widme ich diesen Roman. Diese Konzerne gehen nämlich für die Habgier ihrer Manager über Leichen.

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Meine Dystopie ist im ersten Schriftsatz zur Hälfte fertiggestellt. Der Plot steht bis ans Ende. Also müssen meine Finger nur noch die richtigen Tasten finden. Mal sehen, wie weit ich Ende 2016 bin.

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Der Hintergrund:
Wir waren auf Java in einer der atemberaubensten Landschaften, die wir jemals gesehen haben, der Bromo-Tengger-Semeru-Caldera im Sonnenaufgang (Das Bild auf meiner Hauptseite zeigt sie). Unser Fahrer hat einen Plastikbecher mit Kaffee in der Hand, er wartet auf uns, steigt in seinen Jeep, kurbelt das Fenster herunter und lässt den Becher in diese wahnsinnige Natur fallen. Ein paar Tage zuvor haben wir mit unserer Reiseleiterin eine seltsame Diskussion geführt. Sie beharrte darauf, dass das Wasser von Danone, das beste Wasser sei, welches man kaufen kann. Wir kauften ein "einheimisches" Wasser und schenkten es ihr. Sie schmeckte keinen Unterschied zu dem 3x so teuren Produkt. Danone hat den indonesischen Markt fest im Griff. Überall im Lebensmittelbereich finden sich Danone-Produkte. Dafür werden Menschen enteignet, um an das Land zu kommen, auf dem dann Palmen für die Palmfettproduktion angebaut werden. Palmfett ist umweltschädigend (denn ganze Urwälder werden gerodet oder wie letztes Jahr einfach abgefackelt), absolut ungesund, aber billig. Bauern klagen über sinkende Grundwasserspiegel, weil Danone ihnen das Wasser abgräbt.
Genau in jenem Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark hatte ich die erste Idee zu diesem Roman, abends schrieb ich die ersten Worte.
Java, eine Insel der Gegensätze. Überbevölkert, vom Raubbau an der Natur gezeichnet und doch so wunderschön.

 

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In der Zwischenzeit wurde aus Plasticland "Die Mächtigen". Der Roman wird eine Dystopie und bekommt sicher ein ganz anderes Titelbild.

 

"Die Tränen der Hexen" ist nicht mein erster Roman.

Unter dem Pseudonym Frank Arlt habe ich drei weitere Romane verfasst, die ich allerdings aus dem Verkauf genommen habe.

Ich möchte die Geschichten komplett runderneuern und sie dann unter meinem richtigen Namen neu veröffentlichen.

Zudem arbeite ich an einer Fortsetzung von "Die Tränen der Hexen".